2026

Monitoring

Läuft der Server? Ist der Dienst erreichbar? Funktioniert das Internet? Sind bestimmte Geräte online? Bei wachsender Anzahl wird das schnell unübersichtlich und mühsam — ständiges manuelles Prüfen ist keine Option. Deshalb habe ich mich in meiner Freizeit mit dem Thema Monitoring beschäftigt und Uptime Kuma für mich entdeckt. Die Installation lief problemlos auf einem alten ThinkCentre mit Debian 13.5.0. Über das Webinterface lassen sich die zu überwachenden Geräte und Dienste bequem hinzufügen und deren Zustand kontinuierlich verfolgen.

Linux-Scripte unter Windows

Wie oft hatte ich schon das Problem, dass ein unter Windows erstelltes Shellscript für Linux nach dem Kopieren nicht ausgeführt oder mit einer Fehlermeldung abgebrochen wird? Der Grund liegt meist an versteckten Steuerzeichen, die beim Speichern in die Textdatei eingefügt und den Ablauf stören können. Statt langer Fehlersuche kann man mit einem kleinen Programm alle Steuerzeichen aus einer Textdatei entfernen. Die Rede ist von dos2unix (muss unter Umständen mit apt install dos2unix installiert werden, sofern nicht vorhanden).

Syntax: dos2unix <dateiname.endung>

Der erste Kommentar-Spam

Leider dauert es nicht lange, bis eine WordPress-Installation von Kommentar-Spam heimgesucht wird. Die IP-Adressen deuten auf einen Ursprung im asiatischen Raum hin. Ich habe deshalb ein DSGVO-konformes Antispam-Plugin installiert, hoffentlich macht die Antispam Bee dem Spam jetzt ein Ende. Das Plugin ist so konfiguriert, dass nur Kommentare aus Deutschland zugelassen werden, und auch nur in deutscher Sprache. Alles Andere landet im Spam-Ordner und wird kommentarlos nach 4 Tagen gelöscht.

Meine Tools

Als langjähriger Windows-Nutzer habe ich für mein Vorhaben Windows-Programme benutzt. In Klammern die dazugehörigen Winget-IDs.

PuTTY und WinSCP (PuTTY.PuTTY, WinSCP.WinSCP)
WinSCP ist ein Dateiübertragungsprogramm für Windows, das den sicheren Austausch von Daten mit Linux‑ und Unix‑Systemen ermöglicht. Es unterstützt die Protokolle SCP, SFTP, FTP und WebDAV und bietet eine zweigeteilte Dateimanager‑Oberfläche für komfortables Kopieren, Verschieben und Bearbeiten von Dateien auf entfernten Servern.

Zusätzlich erlaubt WinSCP das Ausführen von Remote‑Befehlen, das Synchronisieren von Verzeichnissen sowie das Arbeiten mit erhöhten Rechten (z. B. per sudo), was es besonders für Systemadministration und Serverwartung geeignet macht.

AnyBurn (PowerSoftware.AnyBurn)
AnyBurn ist ein kompaktes Brenn‑ und Image‑Werkzeug für Windows, das sich besonders für das direkte Bearbeiten von ISO‑Dateien eignet. Neben klassischen Funktionen wie dem Brennen von CD‑, DVD‑ und Blu‑ray‑Medien ermöglicht AnyBurn das Öffnen, Anpassen und Speichern von Image‑Dateien, ohne dass diese zuvor entpackt oder neu erstellt werden müssen.

Dazu gehören das Hinzufügen, Entfernen oder Ersetzen von Dateien innerhalb eines ISO‑Images sowie das Konvertieren zwischen verschiedenen Image‑Formaten. Durch diese präzise Image‑Bearbeitung eignet sich AnyBurn ideal für Arbeitsabläufe wie das Anpassen von Installations‑ISOs, das Einfügen von Konfigurationsdateien oder das Vorbereiten von bootfähigen Medien für PXE‑Umgebungen.

Notepad++ (Notepad++.Notepad++)
Notepad++ ist ein leistungsfähiger, leichtgewichtiger Text‑ und Code‑Editor für Windows, der sich besonders für das Bearbeiten von Konfigurationsdateien, Skripten und Logdateien eignet. Er unterstützt Syntax‑Highlighting für zahlreiche Programmiersprachen, bietet Tab‑basiertes Arbeiten, automatische Einrückung sowie eine schnelle Such‑ und Ersetzfunktion. Durch seine klare Oberfläche und die Möglichkeit, Dateien direkt und ohne Zusatzschritte zu bearbeiten, ist Notepad++ ideal für administrative Aufgaben wie das Anpassen von Konfigurationsdateien, das Editieren von YAML‑ oder Shell‑Skripten und das Überprüfen von System‑ oder Installationslogs.

Installationen automatisieren

Mit einem PXE-Server denkt man sich immer: Was könnte ich noch damit machen? Einfach nur schnöde die Standard-ISOs von Betriebssystemen zu laden ist langweilig, ausserdem muss man jede Installation immer gleich konfigurieren. Was liegt da also näher, als das zu automatisieren? Mit Windows 11 war das total einfach, eine .xml-Datei auf dieser Seite erstellen: https://schneegans.de/windows/unattend-generator/, diese mit AnyBurn in das Hauptverzeichnis des Windows-ISOs einfügen und schon läuft die Installation vollautomatisch.

Leider ist Linux Mint nicht ganz so nutzerfreundlich, was das betrifft. Ich konnte mittels einer preseed-Datei und ein paar Änderungen der grub.cfg und der isolinux.cfg ein Image erstellen, welches komplett ohne Nutzereingriff per USB zu installieren ist und bereits alles konfiguriert. Sogar die Vergabe eines zufälligen Hostnamens nach der Installation funktioniert – wäre schlecht, wenn zwei Rechner im Netzwerk den selben Hostnamen bekommen, bei 89999 Möglichkeiten ist eine Dublette rein statistisch auszuschließen.

Der Versuch hingegen, das Ganze auch über PXE lauffähig zu machen, ist krachend gescheitert. Da ich mit Linux-Automatisierung eher wenig Berührungspunkte hatte, fragte ich diverse KIs, die immer sagten, ja, ist möglich. Nach etwa 20 Versuchen habe ich dann aufgegeben und herausgefunden, dass Linux Mint nicht dafür gemacht ist, per Netzwerkboot installiert zu werden. Als normales ISO ja, man muss dann alles von Hand konfigurieren, aber per Netzwerk ist Schicht im Schacht. Deshalb verfolge ich da einen ganz pragmatischen Ansatz und lass das jetzt so.

Ein PXE-Server muss her

USB-Sticks zur Betriebssysteminstallation sind zwar ganz praktisch, aber irgendwann wird es unübersichtlich, wenn ein benötigter Stick gerade nicht greifbar oder der Softwarestand veraltet ist. Und je mehr USB-Sticks verwendet werden, umso unübersichtlicher wird es. Deshalb habe ich mir gedacht, man könne das doch mit einem System lösen, welches Images vom Netzwerk booten kann. Gesagt, getan, nach längerer Suche fiel meine Wahl dann auf den Ventoy-Ableger namens iVentoy. Ein grandioses Programm, welches schnörkellos funktioniert und alle benötigten Funktionen mitbringt, ohne sie groß konfigurieren zu müssen. Nach einer kurzen Testphase auf einem meiner Lenovo Thinkcentres und einem Live-Test im Verein wird dieser demnächst fester Bestandteil.

Medienwechsel

Bisher war ich immer ein Nutzer von Easy2Boot, leider setzt die Verwendung unter Windows 11 eine Funktion voraus, die Microsoft aus Sicherheitsgründen entfernt hat, somit hat sich diese Möglichkeit zur Erstellung eines Bootsticks erledigt. Durch den Verein wurde ich auf Ventoy aufmerksam, das insgesamt etwas moderner als E2B daherkommt, und als großen Vorteil nicht an dessen starre Ordnerstrukturen gebunden ist. Einfach Stick vorbereiten, eine Verzeichnisstruktur zwecks besserer Übersicht erstellen und die Images in die passenden Ordner kopieren.

Viel gelernt

Natürlich lernt man mit der Zeit auch viel dazu, was auch beruflich ganz praktisch ist. Da ich gerne Abläufe optimiere, habe ich auch einige Sachen für den Verein vorbereitet, die anderen eine große Hilfe sind. In den nächsten Beiträgen werde ich näher darauf eingehen.

Die PCycle Pir@ten

Seit einigen Wochen bin ich ehrenamtlich bei den PCycle Pir@ten tätig, einem ehrenamtlichen Computerverein, der alte Rechner von Firmen abholt, diese falls nötig repariert und durch The African Network of Germany an Bildungseinrichtungen in Afrika weitergeleitet werden.

Ich habe in der Zeit dort tolle Menschen kennengelernt, die sich stark engagieren und gegenseitig unterstützen. In letzter Zeit sind wir sogar gewachsen, es sind einige Leute hinzugekommen. Davon kümmern sich einige um Reparaturen, mehrere andere Teilnehmer und ich kümmern uns um die Betriebssysteminstallationen, aktuell sind Linux Mint 22.3 Cinnamon und Windows 11 gefragt. Falls jemand im Raum Dortmund unterwegs ist, kann er oder sie uns gerne Mittwochs einen Besuch abstatten.

https://pcycle-piraten.de