Mit einem PXE-Server denkt man sich immer: Was könnte ich noch damit machen? Einfach nur schnöde die Standard-ISOs von Betriebssystemen zu laden ist langweilig, ausserdem muss man jede Installation immer gleich konfigurieren. Was liegt da also näher, als das zu automatisieren? Mit Windows 11 war das total einfach, eine .xml-Datei auf dieser Seite erstellen: https://schneegans.de/windows/unattend-generator/, diese mit AnyBurn in das Hauptverzeichnis des Windows-ISOs einfügen und schon läuft die Installation vollautomatisch.
Leider ist Linux Mint nicht ganz so nutzerfreundlich, was das betrifft. Ich konnte mittels einer preseed-Datei und ein paar Änderungen der grub.cfg und der isolinux.cfg ein Image erstellen, welches komplett ohne Nutzereingriff per USB zu installieren ist und bereits alles konfiguriert. Sogar die Vergabe eines zufälligen Hostnamens nach der Installation funktioniert – wäre schlecht, wenn zwei Rechner im Netzwerk den selben Hostnamen bekommen, bei 89999 Möglichkeiten ist eine Dublette rein statistisch auszuschließen.
Der Versuch hingegen, das Ganze auch über PXE lauffähig zu machen, ist krachend gescheitert. Da ich mit Linux-Automatisierung eher wenig Berührungspunkte hatte, fragte ich diverse KIs, die immer sagten, ja, ist möglich. Nach etwa 20 Versuchen habe ich dann aufgegeben und herausgefunden, dass Linux Mint nicht dafür gemacht ist, per Netzwerkboot installiert zu werden. Als normales ISO ja, man muss dann alles von Hand konfigurieren, aber per Netzwerk ist Schicht im Schacht. Deshalb verfolge ich da einen ganz pragmatischen Ansatz und lass das jetzt so.